Wenn eine Person auf einem Foto erscheint, soll sie auch erkennbar sein. Doch bei Gegenlichtaufnahmen oder in Räumen sind die Gesichter häufiger verschattet, als man denkt. Seit den Achtzigerjahren bekommt der Hobby-Fotograf immer weniger von solchen kleinen Makeln mit, da die automatische Bildverbesserung beim Entwickeln immer weiter voranschritt. Fujifilm hat unter dem Stichwort „Image Intelligence“ Erkenntnisse aus Medizin, Fotografie und Programmiertechnik so verknüpft, dass sie als "künstliche Intelligenz" ein Bild analysieren können. So wird ein Porträt auf dem Weg zum Ausdruck nicht nur optimiert, sondern ist im Gegenzug von unerwünschten Farbkorrekturen ausgenommen.
Eine Maschine sieht in einem Gesicht nur eine Pixelansammlung unter vielen. Die Gesichtserkennung dagegen nutzt hauptsächlich drei Kriterien, um es aus den bunten Punkten herauszufiltern:
1. Ovale Konturen fallen zuerst in das Raster, wenn auf menschliche Gesichter geschlossen werden soll.
2. Insbesondere diese Areale werden einer speziellen Farberkennung unterzogen, die nach dem Hautpigment Melanin fahndet. Dabei ist es gleichgültig, ob man Europäer oder einen Afrikaner knipst – der Farbwert des Melanins ist bei beiden gleich, nur die Konzentration ist unterschiedlich.
3. Als dritter Anhaltpunkt kommen die Augen hinzu. Sie besitzen einen statistisch vergleichbaren Abstand, der das Programm auch dann nicht täuscht, wenn die Kombination aus Profil- und Frontalansicht ein dreiäugiges Monster vermuten ließe. Nebenbei werden so auch rotgeblitzte Augen automatisch erfasst und verbessert.
Flankiert wird die Analyse durch die Auswertung der Bildarchive von Fujifilm. Die Datenbanken bilden die fotografische Realität ab und können so Standards und Abweichungen als Maßstäbe für die Bildkorrektur setzen.