ISO ist das Kürzel für "International Organization for Standardization", also einer Organisation, die sich mit der Standardisierung von technischen Produkten oder Verfahren beschäftigt. Ihr zentrales Büro hat die ISO in Genf.
In der Fotografie wird mit ISO aber auch die Lichtempfindlichkeit von analogen und digitalen Kameras angegeben.
Die ISO-Angabe umfasst die früher üblichen Maßsysteme für Lichtempfindlichkeit, die von dem Deutschen Institut für Normung DIN und der amerikanischen ASA (American Standard Association) festgelegt wurden. Die ISO-Angabe 100/21 bedeutet daher, dass der Film eine Lichtempfindlichkeit von 100 ASA oder 21 DIN besitzt.
Das Messverfahren für die ISO-Eigenschaften eines Films folgt genauen Vorgaben, die in DIN 6-1974 festgelegt sind. Zum Bestimmen des Wertes legt man einen transparenten Graukeil über den Film, der auf den Film belichtet wird. Der Graukeil nimmt stufenweise in 0,1 Dichtewerten ab. Bei Dichte 0 würde der belichtete Film einhundert Prozent des Lichts duchlassen.
Ausgangspunkt des Messbereichs für den ISO-Wert ist derjenige Punkt, an dem eine Schwärzung oberhalb des normalen Grundschleiers bemerkbar ist. Eine eindeutige Belichtung erzielt man mit 0,1 oberhalb des Grundschleiers. Hier setzt die Bemessung des ISO-Wertes an. ISO 1/1° entspricht 0,1 Dichte.