Als Speicherkarten bezeichnet man Systeme zur Sicherung von digitalen Daten, die ohne bewegliche Teile auskommen, sondern mit Hilfe der so genannten "Flash Memory"-Technik die Dateien sichern. Die Karten können dabei immer wieder gelöscht und neu beschrieben werden. Außerdem erhalten sie die Daten auch dann, wenn sie nicht mit einer Stromquelle verbunden sind.
Aus diesem Grund haben sich die Speicherkarten als das ideale Medium für Digitalkameras erwiesen. Sie sind klein, leicht und können wie
herkömmliche analoge Filmpatronen problemlos ausgetauscht werden. Wenn eine Karte mit Bildern gefüllt ist, lässt sich sie aus der Kamera entfernen, gegen eine neue Karte wechseln und später - wenn die Fotos beispielsweise auf den Computer oder auf eine CD-ROM übertragen wurden - wieder löschen und erneut einsetzen.
Speicherkarten gibt es in verschiedenen Bauformen und Kapazitäten. Während die ersten Medien noch als große PC-Cards (ehemals PCMCIA) angeboten wurden, sind heute CompactFlash- und SmartMedia-Karten üblich. Daneben hat sich der nur von Sony hergestellte und in den Sony-Kameras eingesetzte MemoryStick etabliert, aber mit MultiMedia- und SD-Karte kommen bereits weitere Formate auf den Markt. Letzere werden von Herstellern digitaler Camcorder mit Fotofunktion präferiert, denn unter anderem sind sie noch einmal deutlich kleiner als SmartMedia und CompactFlash.
Noch hat sich keines der Speicherkarten-Systeme als Standard durchgesetzt, sondern die verschiedenen Systeme koexistieren in der Welt der Digitalfotografie. Es ist auch noch nicht abzusehen, welches Medium letztendlich zu diesem - sicherlich wünschenswerten - Standard wird. Aus diesem Grund ermöglichen es einige Kameramodelle, sowohl CompactFlash- als auch SmartMedia-Karten nutzen zu können.