PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fernglas



ChrisRace
26.08.2003, 21:19
Am Wochenende waren wir mit unserer DLRG-Ortsgruppe mal wieder am Bostalsee zum Wasserrettungsdienst und dabei habe ich eine für mich ungewöhnliche Entdeckung gemacht:

Normalerweise müssen doch Ferngläser, je nachdem ob man sich einen nahegelegenen Punkt oder einen weiter entfernten anschaut, nachjustiert werden (mal abgesehen von der Dioptrien-Einstellung am Okular), damit man einen "scharfen" Blick hat.

Jetzt haben wir aber ein neues "Spielzeug" von Steiner, bei dem man überhaupt gar nichts einstellen muß. Immer scharf, von nah bis fern. Und eine sagenhafte "Bildqualität".

Kann mir mal jemand von den optisch etwas versierteren hier erklären, wie sowas funktioniert? Bzw. wieso das bei den "normalen" Ferngläsern nicht funktioniert?

Sowas hätte ich dann auch gerne an meiner 602, dann wäre das AF-Problem ein für allemal gelöst ;)

Christoph

Gerhard2
26.08.2003, 23:13
Hallo Christoph,
also die Gesetze der Strahlenoptik kann auch die Firma Steiner nicht auf den Kopf stellen. Es gibt immer mind. 2 Linsen, Objektiv mit langer, Okular mit kurzer Brennweite, und eben Abhängigkeiten vom Einfallswinkel des Lichtes ("Unendlich" bedeutet pararalleles Licht). Im Endeffekt müssen die Linsen immer so eingestellt werden, daß die "Brennpunkte" von Okular und Objektiv zur Deckung kommen.

Ich habe mal gesucht:
Der Hersteller "Steiner" schreibt von "Sports AF", also auch irgendwie eine Art versteckte Form der Focusierung, wie auch immer.
Jedenfalls sind diese Ferngläser sehr schwer.

P.S. Die S602 beherrscht auch "strahlengangmäßig" sehr schwierige Focusierungsaufgaben. Halte mal eine Lupe vor's Objektiv, und wundere dich was die Kamera noch scharf stellen kann.

Gruß,
Gerhard

ChrisRace
27.08.2003, 09:56
Danke für die Antwort.


Jedenfalls sind diese Ferngläser sehr schwer Eben nicht, im Gegenteil. Im Vergleich zu herkömmlichen fand ich es erstaunlich leicht.

Deine Erklärung zur Funktionsweise eines Fernglases leuchtet mir ja ein, aber trotzdem bleibt bei mir die Frage zurück, warum ich eben keinen "Fokus" beim Betrachten unterschiedlich entfernter Objekte einstellen muß, so wie ich das bisher von Ferngläsern gewohnt war.

Ich glaube fast, ich muß da mal bei Steiner nachfragen. Bin zu neugierig.

Christoph