Harlem24
01.10.2003, 19:11
Hi,
nachdem hier so viele Leute von Fuji zu Fremd-SLRs wechseln wollen bz.w gewechselt sind, hatte ich heute die Gelegenheit, sowohl die 300D als auch die SD9 etwas auszuprobieren...
Eigentlich sollte ich heute die SD9 zum Testen bei Karstadt in Dortmund abholen, leider durfte ich sie noch nicht mitnehmen, da am Donnerstag Inventur ist und die Kam vor Ort sein muß...
Nichts desto Trotz bekam ich die Gelegenheit die Kamera im Laden auszuprobieren...
Zuerst, die Kamera ist riesig!
In Verbindung mit dem 15-30 Zoomobejektiv ist es ein ganz schöner Brummer, den man so in der Hand hat.
Vom Gehäuse her fühlt sich die Kamera sehr wertig an, kein billiges Plastik, der Handgriff ist gummiert und läßt sich sehr gut fassen.
Insgesamt sehr professionell und vertrauenerweckend.
Von der Bedienung ist sie etwas gewöhnungsbedürftig, mit den zwei Einstellrädern. Dafür ist das Statusdisplay sehr gut oben rechts auf der Kamera angebracht, läßt sich gut ablesen und die Symbole sind leicht verständlich...
Mit dem Rad oben rechts, in dessen Mitte sich der Auslöser befindet, kann man die einzelnen EInstellungen vornehmen (Zeit/Blende, Bildqualität etc.). Der Auslöser hat einen gut fühlbaren Druckpunkt und auch die Vorauslösung ist gut zuspüren.
Der Sucher ist hell und zeigt den Übergang der Schärfe sehr gut an, leider sind die Statusanzeigen so weit unten angebracht, daß man sie beim normalen Blick durch den Sucher nicht direkt sehen kann und die Kamerahaltung immer etwas korrigieren muß.
Auslöseverzögerung und Bildfolgezeiten sind klasse, dafür daß die Kamera nur große RAW-Dateien speichert, ist der interne Speicher ausreichend dimensioniert und auch der Transfer auf die CF Karte (SanDisk Ultra 256MB) geht ziemlich flott. Der Serienbildmodus ist auch mit voller Auflösung brauchbar, soweit ich daß vor Ort testen konnte.
Der AF ist top, schnell zuverlässig, einfach klasse. Die Bedienung des Objektives fand ich allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Trotz aktiviertem MF passierte beim Drehen des Fokussieringes erstmal nichts.
Bis mir die Bedienung erklärte, daß man den Fokussierring erst entriegeln müsse...
Das war bei dem 105 Makro- bzw. dem 100-300 Zoom echt angenehmer.
Irgendwann hatte ich dann genug gespielt und schaute mich ein wenig um...
Plötzlich fiel mir die neue Canon 300D ins Auge, sofort die Verkäuferin gefragt, ob ich die Kamera denn mal probieren dürfe...
War kein Problem, sie hatte wohl noch ein schlechtes Gewissen, weil ich umsonst von Essen gekommen war...;-)
Also CF-Karte in die Kamera, das 20-35 USM (Kostenpunkt 529?!) davor und weiter ging die Spielerei...
Im direkten Vergleich zur Sigma muß ich sagen, daß die 300D ein wesentlich kleineres Gehäuse hat (sehr angenehm) und wesentlich leichter ist (mindest genauso angenehm).
Von der Optik her ist es eine typische Vertreterin der Canon EOS-Familie, mit dem charakterischen Blitzknubbel über dem Sucher.
Das Gehäuse ist allerdings für eine Kamera, die mit über 1000? in der Liste steht unter aller Sau!
Billiges silbernes Plastik, eine wackelnde Blitzabdeckung, eine nicht viel Vertrauen erweckende Abdeckung des CF-Karten-Schachtes. Die Kamera wirkt wie ein Billigmodell aus der Grabbelkiste! Wenn ich sie mit meiner S602 geschweige denn mit der SD9 vergleiche, dann bekomme ich das Grausen.
Zur Bedienung, das Erste was mir auffiel war die Platzierung des Statusdisplays auf der Kamerarückseite, vielleicht bin ich da zu sehr Traditionalist, aber dort hat es nix zu suchen. Ich nehme die Einstellungen normalerweise vor der Aufnahme vor oder möchte einfach kurz sehen, wie viele Bilder noch frei sind, bei der 300D muß man dazu immer die Kamera drehen. Sicherlich gewönt man sich dran, aber ich fands zumindest lästig. Ansonsten war die Bedienung tadellos, mit dem Einstellrad und dem Wählrad oberhalb des Auslösers gingen Feineinstellungen sehr gut von der Hand.
Der Sucher ist hell, mit den Fokusmakierungen kann man schnell und gut erkennen, wo die Kamera fokussiert. Was besonders im Vergleich zur SD9 auffiel ist, daß man die Statusanzeigen (Blende/Zeit etc.) sofort und ohne Verrenkungen erkennen kann.
Was mich bei dem Canon-Objektiv gestört hat, war daß der Fokussierring keine gescheite Sperre beim Erreichen der "Extreme" hat, sprich man dreht und dreht aber irgendwie tut sich nix, bis man merkt, daß man schon über die Grenze ist und es nicht bemerkt hat. Für mich bei einem Objektiv was über 500? kostet indiskutabel!
Die Auslöseverzögerung und der AF sind imho in Ordnung, auch wenn er meiner Meinung nach etwas zu willkührlich fokussiert, ob man die Fokusfelder manuell verstellen kann, habe ich leider nicht herausgefunden.
Ansonsten, zur Bildqualität kann ich nichts sagen, weil ich die Kameras wie schon beschrieben nur im Laden für insgesamt ca. 2h ausprobiert habe, auf dem Display erschienen die Bilder allerdings gut, mit Ausnahme der ISO 400 Aufnahmen der SD), die sogar schon auf dem kleinen Display ziemlich verrauscht aussahen.
Insgesamt kann ich sagen, daß keine der Beiden meine "Traum-SLR" wäre.
Die SD9 ist zu groß und zu unhandlich, die 300D dagegen viel zu billig von der Aufmachung, als daß ich über 1000? dafür ausgeben würde...
Ihr merkt man imho doch zu sehr die Abstammung von der 279? EOS 300V an...
Momentan stehe ich noch auf dem Standpunkt, daß keine SLR meine S602 in absehbarer Zeit ablösen könnte...
Die manuellen Möglichkeiten bietet sie auch, auf Grund des großen Zooms ist sie für mich ausreichend flexibel und die Bildquali reicht mir (noch) aus.
Wer weiß, ich werde die SD9 ab dem kommenden WE für eine Woche ausleihen, dann kann ich auch was zur Bildqualität sagen, wenn ich es dann ob der zuerwartenden Rückenschmerzen noch zum Rechner schaffe...*grinsbreit
So, viel geschrieben, ich hoffe es regt zur Diskussion an.
Gruß
CHris
P.S.: Ich bin wirklich mal gespannt, was Pentax mit der *istD fabriziert hat. Vielleicht, aber auch nur vielleicht,könnte ich dann meiner kleinen Fuji untreu werden...
nachdem hier so viele Leute von Fuji zu Fremd-SLRs wechseln wollen bz.w gewechselt sind, hatte ich heute die Gelegenheit, sowohl die 300D als auch die SD9 etwas auszuprobieren...
Eigentlich sollte ich heute die SD9 zum Testen bei Karstadt in Dortmund abholen, leider durfte ich sie noch nicht mitnehmen, da am Donnerstag Inventur ist und die Kam vor Ort sein muß...
Nichts desto Trotz bekam ich die Gelegenheit die Kamera im Laden auszuprobieren...
Zuerst, die Kamera ist riesig!
In Verbindung mit dem 15-30 Zoomobejektiv ist es ein ganz schöner Brummer, den man so in der Hand hat.
Vom Gehäuse her fühlt sich die Kamera sehr wertig an, kein billiges Plastik, der Handgriff ist gummiert und läßt sich sehr gut fassen.
Insgesamt sehr professionell und vertrauenerweckend.
Von der Bedienung ist sie etwas gewöhnungsbedürftig, mit den zwei Einstellrädern. Dafür ist das Statusdisplay sehr gut oben rechts auf der Kamera angebracht, läßt sich gut ablesen und die Symbole sind leicht verständlich...
Mit dem Rad oben rechts, in dessen Mitte sich der Auslöser befindet, kann man die einzelnen EInstellungen vornehmen (Zeit/Blende, Bildqualität etc.). Der Auslöser hat einen gut fühlbaren Druckpunkt und auch die Vorauslösung ist gut zuspüren.
Der Sucher ist hell und zeigt den Übergang der Schärfe sehr gut an, leider sind die Statusanzeigen so weit unten angebracht, daß man sie beim normalen Blick durch den Sucher nicht direkt sehen kann und die Kamerahaltung immer etwas korrigieren muß.
Auslöseverzögerung und Bildfolgezeiten sind klasse, dafür daß die Kamera nur große RAW-Dateien speichert, ist der interne Speicher ausreichend dimensioniert und auch der Transfer auf die CF Karte (SanDisk Ultra 256MB) geht ziemlich flott. Der Serienbildmodus ist auch mit voller Auflösung brauchbar, soweit ich daß vor Ort testen konnte.
Der AF ist top, schnell zuverlässig, einfach klasse. Die Bedienung des Objektives fand ich allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Trotz aktiviertem MF passierte beim Drehen des Fokussieringes erstmal nichts.
Bis mir die Bedienung erklärte, daß man den Fokussierring erst entriegeln müsse...
Das war bei dem 105 Makro- bzw. dem 100-300 Zoom echt angenehmer.
Irgendwann hatte ich dann genug gespielt und schaute mich ein wenig um...
Plötzlich fiel mir die neue Canon 300D ins Auge, sofort die Verkäuferin gefragt, ob ich die Kamera denn mal probieren dürfe...
War kein Problem, sie hatte wohl noch ein schlechtes Gewissen, weil ich umsonst von Essen gekommen war...;-)
Also CF-Karte in die Kamera, das 20-35 USM (Kostenpunkt 529?!) davor und weiter ging die Spielerei...
Im direkten Vergleich zur Sigma muß ich sagen, daß die 300D ein wesentlich kleineres Gehäuse hat (sehr angenehm) und wesentlich leichter ist (mindest genauso angenehm).
Von der Optik her ist es eine typische Vertreterin der Canon EOS-Familie, mit dem charakterischen Blitzknubbel über dem Sucher.
Das Gehäuse ist allerdings für eine Kamera, die mit über 1000? in der Liste steht unter aller Sau!
Billiges silbernes Plastik, eine wackelnde Blitzabdeckung, eine nicht viel Vertrauen erweckende Abdeckung des CF-Karten-Schachtes. Die Kamera wirkt wie ein Billigmodell aus der Grabbelkiste! Wenn ich sie mit meiner S602 geschweige denn mit der SD9 vergleiche, dann bekomme ich das Grausen.
Zur Bedienung, das Erste was mir auffiel war die Platzierung des Statusdisplays auf der Kamerarückseite, vielleicht bin ich da zu sehr Traditionalist, aber dort hat es nix zu suchen. Ich nehme die Einstellungen normalerweise vor der Aufnahme vor oder möchte einfach kurz sehen, wie viele Bilder noch frei sind, bei der 300D muß man dazu immer die Kamera drehen. Sicherlich gewönt man sich dran, aber ich fands zumindest lästig. Ansonsten war die Bedienung tadellos, mit dem Einstellrad und dem Wählrad oberhalb des Auslösers gingen Feineinstellungen sehr gut von der Hand.
Der Sucher ist hell, mit den Fokusmakierungen kann man schnell und gut erkennen, wo die Kamera fokussiert. Was besonders im Vergleich zur SD9 auffiel ist, daß man die Statusanzeigen (Blende/Zeit etc.) sofort und ohne Verrenkungen erkennen kann.
Was mich bei dem Canon-Objektiv gestört hat, war daß der Fokussierring keine gescheite Sperre beim Erreichen der "Extreme" hat, sprich man dreht und dreht aber irgendwie tut sich nix, bis man merkt, daß man schon über die Grenze ist und es nicht bemerkt hat. Für mich bei einem Objektiv was über 500? kostet indiskutabel!
Die Auslöseverzögerung und der AF sind imho in Ordnung, auch wenn er meiner Meinung nach etwas zu willkührlich fokussiert, ob man die Fokusfelder manuell verstellen kann, habe ich leider nicht herausgefunden.
Ansonsten, zur Bildqualität kann ich nichts sagen, weil ich die Kameras wie schon beschrieben nur im Laden für insgesamt ca. 2h ausprobiert habe, auf dem Display erschienen die Bilder allerdings gut, mit Ausnahme der ISO 400 Aufnahmen der SD), die sogar schon auf dem kleinen Display ziemlich verrauscht aussahen.
Insgesamt kann ich sagen, daß keine der Beiden meine "Traum-SLR" wäre.
Die SD9 ist zu groß und zu unhandlich, die 300D dagegen viel zu billig von der Aufmachung, als daß ich über 1000? dafür ausgeben würde...
Ihr merkt man imho doch zu sehr die Abstammung von der 279? EOS 300V an...
Momentan stehe ich noch auf dem Standpunkt, daß keine SLR meine S602 in absehbarer Zeit ablösen könnte...
Die manuellen Möglichkeiten bietet sie auch, auf Grund des großen Zooms ist sie für mich ausreichend flexibel und die Bildquali reicht mir (noch) aus.
Wer weiß, ich werde die SD9 ab dem kommenden WE für eine Woche ausleihen, dann kann ich auch was zur Bildqualität sagen, wenn ich es dann ob der zuerwartenden Rückenschmerzen noch zum Rechner schaffe...*grinsbreit
So, viel geschrieben, ich hoffe es regt zur Diskussion an.
Gruß
CHris
P.S.: Ich bin wirklich mal gespannt, was Pentax mit der *istD fabriziert hat. Vielleicht, aber auch nur vielleicht,könnte ich dann meiner kleinen Fuji untreu werden...