Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : fotografieren schwarzer Hunde
Hallo Freunde
Ich möchte demnächst einige schwarze Hunde fotografieren die dann auf ein Hemd gedruckt werden sollen. Allerdings ist es nicht gerade einfach schwarze Hunde zu fotografieren den bei den meisten Bildern sind die Konturen der Hunde sehr schlecht und man sieht nur schwarz. Wie bekomme ich nun scharfe Bilder mit guten Konturen der Hunde? Welches Licht ist das Beste? (Blitz oder Sonnenlicht) Was ist der beste Hintergrund? Welches Programm stelle ich am besten bei meiner S7000 ein? Usw. wer kann mir hier eine paar guten Tipp geben?
Gruß Johannes
Ich würde die Wahl davon abhängig machen, was für einen Blitz du hast.
Nur den eingebauten oder ein externes Blitzgerät?
Auf den eingebauten würde ich in jedem Fall verzichten. Lichtquellen, die sich nahe dem Objektiv befinden haben mindestens zwei gravierende Nachteile:
- Sie hinterlassen sehr kleine, hässliche Glanzpunkte genau in der Mitte der Augen
- Sie schaffen nur schlechte Zeichnung, keinen Schattenwurf (weichen Schatten schon gar nicht) und kaum Formbetonung
Als Aufhellblitz verwendet fällt der zweite Punkt mitunter nicht so schlimm aus, aber es bleiben die unschönen Glanzpunkte in den Augen und teilweise ein "speckiges Glänzen".
Wenn du ein externes Blitzgerät hast würde ich falls möglich damit entfesselt blitzen, d.h du platzierst den Blitz ein gutes Stück seitlich versetzt, und dann am Besten indirekt blitzen indem du z.B. einen weissen DIN A3 Block o.ä. anblitzt, der dann für hübsch weiches Licht sorgt. So entstehen dann auch weitaus schönere, größere, rechteckige Glanzpunkte in den Augenwinkeln, wo sie besser aufgehoben sind als genau auf der Pupille. Wenn du nicht entfesselt blitzen kannst, der Blitz aber drehbar ist kannst du auch dann noch indirekt blitzen, bist aber nicht mehr ganz so frei beim Platzieren der Lichtquelle.
Wenn du keinen externen Blitz hast würde ich auf Tageslicht ausweichen, aber nicht unbedingt auf die direkte Mittagssonne. Am geeignetsten dürfte die Sonne des späten Nachmittages bis Abends sein, ansonsten gerne auch leichte (!) Bewölkung damit das Licht nicht zu hart wird.
Ich gehe mal davon aus, dass du (da es um T-Shirts geht) die Hunde freistellen willst, wenn jedoch nicht musst du noch sehr auf das Setting achten. Wenn du die Zeichnung im schwarzen Fell sehen können willst musst du nämlich relativ hell belichten, wobei die restlichen Bildteile vermutlich ordentlich überbelichtet ausfallen würden. Das kann bei manchen Szenen passabel aussehen, aber davon sollte man wohl nicht automatisch ausgehen.
Apropos Automatik, keine Ahnung was für ein Programm taugt, ich würde manuell belichten. Bei so einem Motiv dürfte dir die Automatik nur Murks liefern.
Erzähl doch am besten erst mal ob du einen externen Blitz hast und ob du die Hunde mit oder ohne Umgebung aufs T-Shirt bringen willst..!
Gutn Gruß,
David
Hallo David
Erst einmal vielen Dank für Deine Tipps die haben mir schon ein gutes Stück weitergeholfen. Folgenderes zu Deinen Fragen: Ich kann den Blitz in fast allen Varianten nutzen, so kann, ich ihn über ein fünf Meter langes Kabel von der Kamera entfernt frei bewegen und ich kann Ihn auch über einen Sensor mit dem eingebauten Blitz zusammen als Servo-Blitz benutzen.
Wie die Hunde abgelichtet werden sollen ist noch strittig, deshalb werde ich einmal die Hunde in voller Größe (aber ohne großen Hintergrund) und einmal nur als Kopfbild fotografieren. Worauf wir mit Sicherheit viel Wert legen ist, dass die Zeichnung im Fell gut zu erkennen ist.. Was ich mir auch noch gut vorstellen könnte ist dass das Kopfbild mit einem Soft-Spot Filter aufgenommen wird.
Gruß Johannes
Gut, der entfesselte Blitz ist in jedem Fall schon ein sehr großer Vorteil! Du kannst das ganze auch etwas professioneller gestalten indem du im Fotoladen einen Durchlichtschirm kaufst, da montierst du den Blitz einfach mit Klebeband oder ähnlichem an den Stiel. Wenn er einigermaßen festsitzt garantiert dir das gleichbleibende Ergebnisse, die Geschichte mit dem angeblitzten Zeichenblock funktioniert zwar auch, aber es ist wesentlich fummeliger da du beim Umpositionieren der Lichtquelle immer wieder darauf achten musst dass der Blitz und der Block korrekt ausgerichtet sind etc.
So ein Schirm kostet auch nur ein paar Euro, wenn du nicht gerade einen von Multiblitz kaufst. Ich hab es zwar nie ausprobiert, aber ich könnte mir vorstellen dass es auch ein reinweisser zwei-Euro-Regenschirm tut :) Dabei darauf achten dass der Stoff nicht zu dicht ist (es soll ja Licht durchkommen) aber auch nicht zu dünn / transparent, denn sonst haben die Reflexe im Motiv ein helles, kleines Zentrum.
Wenn dein Blitz einen Zoom-Reflektor hat kannst du damit womöglich sogar die Größe der Leuchtfläche steuern, eine Möglichkeit mit der du auf jeden Fall experimentieren solltest (Es kann die Wirkung der Zeichnung des Felles stark beeinflussen)! Hat der Blitz keinen Zoomreflektor kannst du ihn immer noch am Stiel des Schirmes verschieben.
Als Ausgangsbasis würde ich den Blitz im Übrigen so positionieren:
Schau vom Hund aus gesehen zur Kamera, dreh den Kopf um 35-45° nach links. In dieser Richtung, vorläufig in gleicher Entfernung wie die Kamera platzierst du die Lichtqelle, etwas nach oben versetzt.
Zu der Sache mit dem Soft-Spot-Filter kann ich nicht viel sagen, da ich nicht weiss, wozu die T-Shirts gebraucht werden sollen. Bei bestimmten Hunden in bestimmten Positionen könnte das leicht kitschig wirken, so wie ich mir das vorstelle, aber das musst du wohl ausprobieren und der Intention des Fotos anpassen. Freistellen wirst du den Hund dann jedenfalls nur noch schwierig können :)
So weit erst mal meinen Senf dazu ;)
Wenns noch Fragen gibt, immer her damit!
Gruß,
David
Powered by vBulletin® Version 4.1.10 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.